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Vive la France! – Teil 1

Vergangene Woche war ich in Frankreich, wo ich wundervolle Tage verbrachte. Diese eine Woche war gefüllt mit vielen Eindrücken, welche bei mir auch die ein oder andere Sache veränderten. So half mir meine Reise dabei, zu meinem alten Lebensstil zurück zu finden, welchen ich so schmerzlichst vermisst habe (Darauf komme ich aber ein andern Mal zurück).
Und auch, wenn ich euch aus dem Land der Mode nicht die neusten “Ahaaa”s, “ooohooo”s und “DAS MUSS ICH HABEN” mitgebracht habe, muss ich doch unbedingt einen Eindruck mit euch teilen:
Während einer Stadtbesichtigung durch Amiens achtete ich weniger bis gar nicht auf die durchaus schöne Umgebung, sondern verstärkt auf die französischen Frauen und ihren Kleidungsstil. Und auch, wenn ich sehr oft meinen Kopf schüttelte, fiel mir doch eine Sache auf: Französinnen geben sich mehr Mühe beim Styling und kleiden sich weiblicher.
Ja, es ist tatsächlich so. Das, was ich schon so oft gehört habe, hat sich nun für mich bestätigt:
Jede zweite Frau trug hohe Schuhe, viele Frauen Röcke und noch mehr hatten einen erkennbar eigenen Stil.
In Deutschland vermisse ich es oft, dass Frauen, aber auch Männer, etwas aus sich machen. Schon ein kleines Detail wie ein Armband oder ein ordentlich gemachter Zopf, können das Erscheinungsbild stark verändern.
Natürlich sollte man sich so kleiden, wie man sich am wohlsten fühlt. Bei mir ist es so, dass ich mich am wohlsten fühle, wenn ich mich ein wenig schick gemacht habe. Ich glaube, dass es vielen Französinnen ebenfalls so geht, und genau das den Unterschied zu Deutschland ausmacht.

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Lebenszeichen

Na ihr freshen Kids.

Ich bin mal so dreist und tue so, als wäre ich nicht für über einen Monat einfach abwesend gewesen. Also lasst uns einfach auf das Jetzt konzentrieren, was bei mir wie folgt aussieht:

Ich liege in Bikini und in der prallen Sonne auf der Dachterasse eines wunderschönen Ferienhauses, welches ich für eine Woche mit meinen Freundinnen bewohne. Ferien halt. Und als wären das nicht schon genug Dinge, die mich glücklich machen, blogge ich von hier aus jetzt einfach mal.

Wie gesagt interessiert uns die Vergangenheit der letzten 2 Monate reichlich wenig, deswegen reden wir doch einfach über die Zukunft, welche ich mit extremer Vorfreude entgegenblicke. Viel Zeit mit neu gewonnen Freunden verbringen, von welchen ein paar an wundervollen Projekten sitzen, von denen ich euch dringend erzählen muss!

Bis ich meine Gedanken vernünftig geordnet habe, werde ich am Strand entspannen und meine Ferien, von denen ihr sicher noch viel erfahren werdet, genießen.

 

Bis dahin, Glitzer und Knutschis.

 

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Schwesterntag

kleine Schwester

Am Donnerstag verbrachte ich den gesamten Nachmittag mit einer Freundin, welche ich mit “kleine Schwester” liebkose, was dazu führte, dass wir unseren gemeinsamen Tag mit “Schwesterntag” betitelten.
Wir trafen uns ursprünglich zum Backen von Macarons und Cupcakes und um uns den evangelischen Kirchentag in Hamburg anzuschauen, verbrachten dann aber doch sehr viel Zeit in der Kunsthalle. Die Cupcakes schmeckten herrlich und die Macarons wurden diesmal tatsächlich etwas. Als ich es nämlich das erste Mal versuchte, ging es ganz schrecklich schief und die Macarons waren krumm, schief und unendlichen klebrig.
Nachdem wir also vier Stunden in der Küche verbracht hatten, machten wir uns gemeinsam auf den Weg in die Innenstadt. Sie ganz wundervoll in Glitzerloafern, einem Trenchcoat und mit einer wundervollen kleinen braunen Tasche; ich in einem asymetrischen Rock, mit Lederjacke und Jutebeutel.
Auch wenn wir ursprünglich wegen des Kirchtags in Hamburgs Innenstadt fuhren, hielten wir uns doch nur kurz auf dem Rathausplatz auf, schossen Fotos und machten uns dann auf den Weg zur Alster, wo ich sie fragte, ob sie denn nicht Lust hätte in die Kunsthalle zu gehen. Sie antwortete mir, dass sie noch nie in der Kunsthalle war, woraufhin ich sie sofort in das Haus der Gegenwart zog.

Ich erinnere mich noch ganz genau an die Pop Art Ausstellung von vor drei Jahren, welche die erste Ausstellung war, die ich mit Freundinnen besuchte weil wir es wollten und nicht, weil wir es mussten. An diesem Tag habe ich mich noch ein Stückchen mehr in Kunst in all ihren Formen verliebt und bin seitdem ein großer Liebhaber von Kunsthallen und ihren Ausstellungen.

Im Haus der Gegenwart ging es im Untergeschoss ums Scheitern. Das unsere Gesellschaft profitfixiert ist und keinen Platz führ Fehler lässt. Es wird ebenfalls thematisiert, ob Scheitern denn gleich mit Fehler zusammenhängen muss. Was mir sehr gut gefallen hat, dass es Werke zum Schmetterlingseffekt gab, welcher besagt, dass ein kleines Ereignis eine Reihe von anderen Ereignissen auslösen kann und somit großen Einfluss auf die Zukunft nimmt. Auf jeden Fall sehenswert und für Schüler unter 18 sogar kostenlos!

 

Fischli & Weiss,
Der Lauf der Dinge
(ebenfalls in der Ausstellung auf einer großen Leinwand zu sehen)

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Über Talkshows und Roche & Böhmermann

Ich habe echt keine Ahnung von Talkshows. Gebe ich ehrlich und gerne zu, dass ich mir eigentlich kein Urteil erlauben darf, weil ich keine Ahnung von Talkshows habe, da ich nie wirklich eine sah. (Allgemein habe ich sehr wenig Ahnung von Fernsehen, da ich eine olle Langweilerin bin, und mich eigentlich keine anderen Programme als DMAX, phoenix, arte, manchmal NTV, ZDF und das Erste so richtig interessieren)
Einer der Gründe warum ich mir keine Talkshows anschaute war (neben der Tatsache, dass ich eigentlich kaum Fernsehen gucke, weil ich dann traurig werde), dass ich das Vorurteil hatte, dass Talkshows nichts anderes sind, als ein Stuhlkreis mit erwachsenen Menschen, welche mit einer harmlosen und langweiligen Unterhaltung beginnen, 40 Minuten damit zubringen zu erklären, wer da überhaupt sitzt, danach versuchen das Niveau ihrer Beiträge mit Zitaten zu heben, um dann genau dieses durch wilde Gestik, entgleisende Mimik und zickige Antworten rapide sinken zu lassen. Beobachtet und kommentiert wird das ganz Szeanario von einem schicken und viel zu stark gepuderten Moderator in einem Anzug, der noch viel schickere Karten, mit dem Logo und dem Namen der Show, in seinen Händen hält.
Da diese Szene nun einfach nicht aus meinem Kopf weichen wollte, hatte ich auch keine Interesse daran, mich mit Talkshows zu beschäftigen, oder mir eine komplette Sendung anzusehen.
Das änderte sich, als ich (als leicht zu beeinflussende Person) auf Facebook entdeckte, dass ein paar meiner Facebookfreunde (von denen ich auch weiß, dass sie auf einem gesunden Bildungstand sind und es niemals in Erwägung ziehen würden ihren Abend mit “Berlin Tag & Nacht” zu verbringen, oder, wenn ich sie nach ihrer Beschäftigung des gestrigen Nachmittags fragen würde, mit “Mir war langweilig, also habe ich “Mitten im Leben” gesehen, aber nur aus Spaß, ich finde die voll dumm und lache die dann immer aus” antworten würden) die ZDFKultur Talkshow “Roche und Böhmermann”, loyal wie sie sind, mit einem “gefällt mir” markiert haben.

Charlotte Roche dürfte der ein oder andere, spätestens nach dem Marteria Song “Verstrahlt”, kennen. Sie ist Autorin und schrieb unter anderem das, unter Jugendlichen sehr beliebte und auch sonst sehr bekannte Buch “Feuchtgebiete”.
Jan Böhmermann, laut Wikipedia “deutscher Hörfunk- und FernsehmoderatorSatirikerFilmproduzent und Autor“, kannte ich vorher nicht und fand ich, als ich die ersten Folgen “Roche & Böhmermann” sah, auch eher unsympathisch. Änderte sich aber mit der Zeit.
Wie gesagt, ich habe echt keine Ahnung von Talkshows und meine Allgemeinbildung kann man peinlicherweise auch nicht als solche bezeichnen. Daher wusste ich nicht was mich bei “Roche & Böhmermann” erwarten würde. Ich schaute mir ein paar Youtubevideos an und war danach extrem neugierig. Ein Glück gibt es so etwas feines wie die ZDF Mediathek, in welcher ich mir auch gleich ein paar Folgen anguckte. Meine Lieblingsfolge ist übrigens die vom 11.11.12, welche ich euch sehr ans Herz legen kann und ich mir sicher auch ein zweites Mal ansehen werde!

Eigentlich ist die gesamte Sendung sehr ironisch und kennt relativ wenig Grenzen. Es wird selten ein Blatt vor der Mund genommen und selten etwas “weggepiepst”, auch wenn es direkt in der Show einen Knopf dafür gibt.
Eine Klage haben sie auch schon am Hals, jedoch wurde das anscheinend sehr gut aufgenommen, da gleich mal ein Mitglied der Verbandes, welcher die Klage einreichte, in die Sendung eingeladen wurde.
Auch sonst sind Roche & Böhmermann bekannt für “schlechte Recherche”, wie sie selbst in jeder Folge mindestens 300x betonen. Weiterhin können beide sehr gut über den jeweils anderen lachen.

Nun denn: Auch wenn “Roche & Böhmermann” genau der Szene, welche mich davon abhielt mich mit Talkshows auseinanderzusetzen, entspricht, schaue ich es doch liebend gerne. Ich habe eine Talkshow gefunden, welche mir gefällt und vielleicht werde ich mich jetzt auch genauer mit anderen Talkshows befassen und beschäftigen, und kann dadurch meine Vorurteile beseitigen.
Oder auch nicht.

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