Irgendwann trug ich mal Hosen

Hi. Ich erzähle ja immer, dass ich keine Hosen trage, sondern Strumpfhosen und dann Röcke und Kleider.
Damit aber niemand irgendwann kommt und sagt “EEEEY MÄDSCHEN LÜGE EY” zeige ich euch jetzt 3 Bilder von mir, wo ich eine Hose trug:
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Das waren die seltenen Male (seit ich mich entschied, nur noch Strumpfhosen und Leggings zu tragen), an denen ich eine Hose trug.
Da diese Fotos mit dem Handy oder der Webcam aufgenommen wurden, ist die Bildqualität eher schlecht. Leider erkennt man deswegen auch nicht, dass die Hose auf dem ersten Bild leicht glitzert. Tut sie aber. Ich mag Kleidungstücke die schimmern oder glitzern meistens ganz gerne.
Diese drei Hosen mag ich zwar alle sehr gerne, fühle mich aber in Strumpfhosen einfach wohler.

Ich besitze auch noch weitere Hosen, die liegen aber gut verwahrt in der untersten Schublade meiner Kleiderkommode und sehen selten das Tageslicht. Die Nacht sowieso nie.

Der Post ist kurz und ohne Spaß, damit alle verstehen, dass ich lieber meine schwarzen Strumpfhosen trage.
Wenn mir also jemand einen Rock oder ein Kleid schenke möchte, darf er sich frei fühlen, das zu tun <333

PONYPONYPONY

Poy

Hey, kennt ihr schon meinen neuen coolen Spruch, der vermutlich genauso schlecht ist, wie alle anderen die ich mache?:
Alle Mädchen wünschen sich ein Pony, aber ich bekam einen.
..
Wie gesagt, so cool war der jetzt ja nicht, aber stimmen tut es trotzdem:

Vergangene Woche war ich beim Friseur, um mir meine Haare schneiden zu lassen. Da mein letzter Haarschnitt ( ausgenommen sind die, welche ich selbst irgendwie vor dem Spiegel verpasste) ungefähr 2 Jahre zurück liegt, wurde es mal wieder Zeit. Also ging ich zu meiner Friseurin des Vertrauens, welche immer das Richtige tut und bei der ich weiß, dass sie nichts macht, was mich unglücklich machen könnte.
Während sie also an meinen Spitzen rumschnibbelte, warf ich ziemlich unüberlegt in den Raum, dass ich es in Erwägung ziehe, mir mal einen Pony schneiden zu lassen.
Ich erklärte ihr, wie ich ihn haben wollte: Schräg, und er soll ein wenig über meine Augen hängen.
Sie riet mir noch mal drüber nach zu denken, was ich leider irgendwie nicht so richtig tat. Als sie dann an der Haarpartie an der Stirn ankam, fragte sie noch einmal, ob ich das möchte. Ich hatte keine Ahnung was ich will, stotterte irgendwie bisschen unverstädnlich ein “ja nein vielleicht jein” vor mich hin, und da hatte sie auch schon den ersten Schnitt gemacht. Und da war mein Schicksal entschieden: PONY
Ich fing dann an, ein bisschen vor mich her zu jammern und sie zu fragen, warum sie mir das antut. Sie sagte, dass ich mich entspannen soll und das gut werden würde.
Und sie hatte Recht! Ich mag den Pony gerne!
Es ist zwar nicht meine ultimative Lieblingsfrisur und vermutlich werde ich den Pony rauswachsen lassen, aber momentan fühle ich mich trotzdem wohl damit.
Auch wenn ich meinen lockig/welligen Strubbelkopf doch manchmal vermisse.
Vielleicht schaffe ich es ja aber noch eine ansehnliche Frisur hinzubekommen, ohne meine Haare glätten zu müssen und so meine Haare doch wieder ein bisschen lockig tragen zu können.

Und, seid ihr auch Teil des Pony-Clubs?

Ain’t Laurent without Yves!

Ein Thema welches letztes Jahr für große Furore in der Modewelt sorgte, war definitiv der Nameswechsel von Yves Saint Laurent zu Saint Laurent Paris.
Hedi Slimane wollte durch die Namensänderung wieder näher an den ursprünglichen Namen des Unternehmens herankommen, welcher Saint Laurent Rive Gauche lautet.
Nicht nur, dass ich es da schon doof fand, nein, ich finde es immer noch seltsam und verstehe nicht, wozu das ganze.
Näher an den ursprünglichen Namen herankommen? Warum nimmt man ihn denn dann nicht gleich?

Auch wenn die Kosmetikartikel die Namen behielten, finde ich es doch trotzdem nicht richtig und auch nicht schön, dass “Yves” einfach so wegfällt!
Deswegen sage ich:
Ain’t Laurent without Yves!
Und anscheinend bin ich nicht die einzige die so denkt:
Im Internet kann man einen schwarzes Sweatshirt und/oder ein schwarzes T-Shirt mit genau diesem Aufdruck vorbestellen!
Wer dahinter steckt ist noch nicht so ganz klar, aber was klar ist: ich möchte so einen Pullover!
Es ist wirklich eine ganze Stange Geld, dessen bin ich mir bewusst. Aber vielleicht kennt der ein oder andere von euch das ja: ihr seht es und müsst es haben. Ihr seid quasi total verblendet und vor Liebe wirklich blind geworden.
So ist es teils auch bei mir! Und ich kann’s kaum erwarten, mir diesen schwarzen Pulli mit der kurzen, aber sehr ausdrucksstarken Aussage, zu kaufen!
Hier könnt ihr den Pullover und das Shirt bekommen: http://yves.bigcartel.com/ 

Und was sagt ihr, würdet ihr euch so ein Shirt kaufen?

Foto via http://yves.bigcartel.com/product/ain-t-laurent-sweat

wEw – 23.01.

Erst letzte Woche kam bei mir ein Paket von Bershka an.
An dem Tag, an welchem ich die Bestellung aufgab, hatte ich ziemlich miese Laune und glich das einfach mit dem Kauf von 3 Röcken und einem Paar Schuhe aus.

Ein Teil dieser Rocksammlung ist ein enger Rock, bei welchem die Vorderseite aus Lederimitat ist.
Da ich bereits eine Lederimitatleggins und eine Lederhose besitze, fehlte mir nur noch ein Rock im Lederlook.
Jetzt hätte ich noch gerne eine Bluse mit Lederapplikation. Mal sehen ob ich eine finde, welche mir gut gefällt!

In den schwarzen Rock gesteckt, trug ich meinem schwarzen Lieblingspulli. Darüber meinen Lieblingscardigan von monki.
Da es Anfang dieser Woche fast 24h durchgehend geschneit hat, sind die Straßen nun entsprechend rutschig und ohne Schuhwerk mit gutem Profil, schafft man keine 10 Schritte. Deswegen kramte ich meine Wanderschuhe heraus, welche ich mir vor ein paar Jahren in Österreich kaufte.
Ich gebe gerne zu, dass es nicht mein Lieblingspaar ist. Aber sie erfüllten ihren Zweck und man hat einen vernünftigen Gang darin.
Die Strümpfe schauten ein bisschen heraus und gingen über meine Knöchel. Das gefiel mir wirklich gut.
Um den Hals trug ich einen schwarzen Schlauchschal von Primark, an meinen Handgelenken eine goldene Armspange von H&M und ein weiteres Armband, von welchem ich leider nicht mehr weiß, woher es ist.
Meine Schulsachen und Habseligkeiten schleppte ich in einem KAKKMADDAFAKKA Beutel umher.
Farbe brachte mein roter Mantel ins Spiel, in welchen ich genauso verliebt bin, wie am ersten Tag.

 

 

Wandmalerei

Meine Liebe zur Dokumentation besteht schon seit meinem 7. Lebensjahr, als ich anfing, erstmals in ein Tagebuch einzutragen. In 2-Tages-Rythmen wechselten die Namen der Jungs in den “Ich bin verknallt in …” Einträgen und eigentlich waren die Seiten hauptsächlich mit bescheuerten Smileys gefüllt. So ging das bis ich ungefähr 10 wurde. Danach wurden die Einträge ausführlicher, gefühlvoller und man merkte, wie ich reifte und was ich dazu lernte. Jedoch blieben die typischen “Niemand ist so dumm wie…” und “Ich möchte … niemals verlieren” Phrasen nicht aus.
Allgemein dokumentierte ich eher meine Gefühle, als meine Erlebnisse.
Meinen Tagebüchern nach habe ich meine Freunde 830283 gehasst, 34973 mal geheult, wollte 293 sterben, noch viel öfter, dass mein Leben niemals vorbei geht, weil ich so glücklich bin und wollte schon viel zu oft, dass jemand sehr starke Schmerzen hat.
Irgendwann hörte ich auf Tagebuch zu schreiben was ich jetzt ganz bitter bereue, weil ich die Nachmittage liebe, an welchen ich meine “Erinnerungskiste” mit alten Tagebüchern und Fotos herauskrame, um darin kleine und große Schätze zu entdecken, vor Lachen zu weinen und das Gefühl zu haben, mein drittklässler Ich in den Arm nehmen zu wollen, weil Til Schluss gemacht hat.

Und auch, wenn ich es vermisse, schreibe ich kein Tagebuch mehr. Warum? Mit fehlt einfach die Lust, abends einen Stift in die Hand zu nehmen und meinen gesamten Tag und meine Gefühle nieder zu schreiben. Früher schrieb ich zu manchen Tagen 4-5 Seiten, jedoch fehlt mir jetzt einfach, wie gesagt, die Lust.
Natürlich ist dieses Blog auch irgendwo ein Tagebuch, aber lange nicht so persönlich wie das kleine Büchlein, welches irgendwo gut versteckt liegt.

Deswegen habe ich als ich das letzte Mal “Die Eleganz der Madame Michel” schaute angefangen, meine Wand zu beschreiben.
“1.1.” und gleich dahinter “3h Frühstück” schrieb ich auf, denn das war es, was bei mir den 1.1. prägte.
Jeden Tag schreibe ich einen Satz oder einige Wörter auf, welche meinen Tag oder die Dinge, die mich an diesem Tag beschäftigen, beschreiben.
Und bis jetzt mache ich das auch regelmäßig.
Diese Liste ist sehr persönlich. Ich schreibe das auf, was ich normalerweise nur für mich behalten würde, daher möchte ich auch, dass wenn überhaupt nur Menschen denen ich vertraue diese Liste lesen. Es ist halt eine Art Tagebuch.

Neben dieser Auflistung führe ich noch eine Strichliste, mit meinem fritz-kola Verzehr (der leider sehr hoch ist).

 

what’s in my Bag

Eigentlich empfinde ich das Innenleben meiner Handtasche als etwas sehr intimes und persönliches. Ich glaube es geht vielen Frauen so, dass einem der Gedanke, dass jemand anderes in die Tasche guckt und sie durchwühlt ein wenig unangenehm ist.

Wenn die beste Freundin etwas darin sucht, ist mir das ziemlich egal, aber wenn es irgendjemand ist, finde ich das seltsam.
(Kommt aber auch eher selten vor, dass wild fremde Menschen zu mir kommen um mich zu fragen, ob sie in meine Handtasche gucken dürfen).
Jedoch möchte ich euch heute trotzdem zeigen, was ich so mit mir rumschleppe. Immerhin sind es die Dinge, von denen ich denke, dass sie wichtig sind wenn ich das Haus verlasse. Und vielleicht findet auch ihr etwas darunter, was euch in eurer “Handtaschenausstattung” fehlt.

Momentan trage ich eigentlich meistens meine orangene Michael Kors mit mir herum, welche ein Weihnachtsgeschenk von anna war <3

Was ich wirklich immer dabei habe sind: Mein Handy, meine Schlüssel, Kopfhörer, meine Brille und mein Portemonnaie. Ohne diese Dinge verlasse ich nur sehr selten das Haus!

Im Beautybereich ist mir eine Sache sehr wichtig: Handcreme! Meine Lieblingshandcreme ist “Hand Food” von Soap and Glory. Als kleines Extra habe ich auch noch einen Nagelpflegestift von Artdeco dabei.
Selbstverständlich darf auch der Lippenstift nicht fehlen, damit man ihn nach dem Essen schnell nachtragen kann. Bei mir ist es oft ein roter Lippenstift, oder eben in dem Fall Mademoiselle von Chanel.
Für Notfälle habe ich auch noch Puder und einen Pinsel dabei, welches ich aber so gut wie nie benutze.
Was ich öfter höre: “hier riecht es wie ein Süßigkeitenladen? Riecht ihr das?”. Es stellt sich jedes Mal heraus, dass ich es bin, die wie ein riesen Bonschen riecht. Ich stehe total auf süße Düfte und im Moment trage ich sehr gerne “Oh Lola” von Marc Jacobs oder einen Vanilleduft von Yves Rocher.
Wenn es mal weniger süß sein soll, dann greife ich zu Eau Sensuelle aus der Dior Addict Reihe von Dior.

Da mein Laptop leider nicht in meine kleine Michael Kors passt, habe ich oft noch einen Beutel dabei. In dem befinden sich dann auch die Ladekabel und manchmal ein paar Schuhe.

What Emilie wore – casual Maxiskirt

Zwei Tatsachen gleich zu Anfang: Ich trage extrem selten Hosen und es ist kalt.
Ein Maxirock von Betty Barclay, welchen ich vor längerer Zeit aus dem Kleiderschrank meiner Mutter stahl, schien mir am Dienstag als perfekte Lösung. Mit seinem 50% Baumwollanteil hält er gut warm und ist zudem sehr gemütlich! Eine Sache die ich auch besonders an ihm mag ist, dass er nicht bis zu den Knöcheln geht, sondern noch im Bereich der Waden endet.
In den Rock gesteckt trug ich einen dunkelblau-rot gestreiften Pullover und darüber einen grauen Cardigan. Der schwarze Schal greift das Schwarz des Rockes wieder auf und ist schön kuschelig. Muss ja auch daran denken, dass mir warm bleibt.
An den Füßen hatte ich meine silbernen Glitzerschuhe und auch, wenn das, doch sehr lässige Outfit meinen Freunden nicht sonderlich gefiel, fühlte ich mich so wohl wie selten in letzter Zeit. Und das nicht nur, weil mir in meiner Kleidung warm war.

Spiegelfotos, weil leider niemand im Haus war um Fotos zu machen und ich leider auch nicht in Besitz eines Kabelfernauslösers bin.

Rock: Betty Barclay / Pullover: H&M / Cardigan: American Apparel / Schlauchschal: Primark

Nicht in Berlin? Kein Problem!

Fast eine Woche ist es her: Das MUSE NET ist online!
Viele fragten mich, ob ich auch dazu gehöre: nein, ich bin kein Teil des Netzwerkes. Ich bin aber ein Teil von monochrome und das MUSE NET ist das erste Projekt der jungen Agentur.

Doch diese Woche ist es ruhig im monochrome-Büro, denn es ist Fashion Week! Und Anna und Jakob sind in Berlin live dabei.
Ich bin in Hamburg und passe auf den kleinen Elvis auf, und die, die mir auf Twitter folgen, wissen, dass ich jetzt auch liebend gerne in Berlin wäre! Jedoch muss ich trotzdem nicht darauf verzichten, quasi “dabei” zu sein.
Denn die MUSE NET-Mädels sind dort und sind fleißig am Twittern, Instagramen und Bloggen, damit wir auch ja nichts verpassen!
Wer sich auch nichts von der Fashion Week entgehen lassen will, schaut einfach mal hier vorbei:
http://fashionweek.themusenet.com/

 

Oh ah ah oh eh eh

Das läuft bei mir gerade in der Dauerschleife.
Ein klasse Gute-Laune-Lied und super schön zum Mitsummen.
Lisa Hannigan – What’ll I do

little (Blog-)helper

Huhu. Hier ist Infomilie.
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OOTD – Neonkontrastprogramm

what Emilie wore: 12.1.2013

Für die, die hier neu sind: Hi, ich bin Emilie, ich mag schwarze Kleidung.
Für die, die schon die anderen Outfit- und Kleidungsposts sahen: Ihr last diese Info so oft, dass sie sich jetzt in euer Hirn gebrannt hat und ihr sie niemals vergessen werdet.

Das Schöne an schwarz ist, dass man alles dazu kombinieren kann. Jede Farbe, die es gibt, kann man zu schwarz kombinieren (ja auch braun. Ich stehe stark hinter der braun-schwarz-Kombination).
Deswegen trug ich heute, da ich gänzlich in schwarz gehüllt war, ein wenig Neonschmuck von Bijou Brigitte und eine orangene Tasche von Michael Kors, welche ich im Moment sehr gerne habe.
Mehr gibt es nicht zu sagen. Viel Spaß mit den Bilder. Ich weiß, ihr guckt lieber Bilder, als lange Texte zu lesen.

Kette: Bijou Brigitte / Armband: Bijou Brigitte / Cape: Michalsky for Ariel / Schuhe: Eden  / Mütze: c/o bommelMe

Über Talkshows und Roche & Böhmermann

Ich habe echt keine Ahnung von Talkshows. Gebe ich ehrlich und gerne zu, dass ich mir eigentlich kein Urteil erlauben darf, weil ich keine Ahnung von Talkshows habe, da ich nie wirklich eine sah. (Allgemein habe ich sehr wenig Ahnung von Fernsehen, da ich eine olle Langweilerin bin, und mich eigentlich keine anderen Programme als DMAX, phoenix, arte, manchmal NTV, ZDF und das Erste so richtig interessieren)
Einer der Gründe warum ich mir keine Talkshows anschaute war (neben der Tatsache, dass ich eigentlich kaum Fernsehen gucke, weil ich dann traurig werde), dass ich das Vorurteil hatte, dass Talkshows nichts anderes sind, als ein Stuhlkreis mit erwachsenen Menschen, welche mit einer harmlosen und langweiligen Unterhaltung beginnen, 40 Minuten damit zubringen zu erklären, wer da überhaupt sitzt, danach versuchen das Niveau ihrer Beiträge mit Zitaten zu heben, um dann genau dieses durch wilde Gestik, entgleisende Mimik und zickige Antworten rapide sinken zu lassen. Beobachtet und kommentiert wird das ganz Szeanario von einem schicken und viel zu stark gepuderten Moderator in einem Anzug, der noch viel schickere Karten, mit dem Logo und dem Namen der Show, in seinen Händen hält.
Da diese Szene nun einfach nicht aus meinem Kopf weichen wollte, hatte ich auch keine Interesse daran, mich mit Talkshows zu beschäftigen, oder mir eine komplette Sendung anzusehen.
Das änderte sich, als ich (als leicht zu beeinflussende Person) auf Facebook entdeckte, dass ein paar meiner Facebookfreunde (von denen ich auch weiß, dass sie auf einem gesunden Bildungstand sind und es niemals in Erwägung ziehen würden ihren Abend mit “Berlin Tag & Nacht” zu verbringen, oder, wenn ich sie nach ihrer Beschäftigung des gestrigen Nachmittags fragen würde, mit “Mir war langweilig, also habe ich “Mitten im Leben” gesehen, aber nur aus Spaß, ich finde die voll dumm und lache die dann immer aus” antworten würden) die ZDFKultur Talkshow “Roche und Böhmermann”, loyal wie sie sind, mit einem “gefällt mir” markiert haben.

Charlotte Roche dürfte der ein oder andere, spätestens nach dem Marteria Song “Verstrahlt”, kennen. Sie ist Autorin und schrieb unter anderem das, unter Jugendlichen sehr beliebte und auch sonst sehr bekannte Buch “Feuchtgebiete”.
Jan Böhmermann, laut Wikipedia “deutscher Hörfunk- und FernsehmoderatorSatirikerFilmproduzent und Autor“, kannte ich vorher nicht und fand ich, als ich die ersten Folgen “Roche & Böhmermann” sah, auch eher unsympathisch. Änderte sich aber mit der Zeit.
Wie gesagt, ich habe echt keine Ahnung von Talkshows und meine Allgemeinbildung kann man peinlicherweise auch nicht als solche bezeichnen. Daher wusste ich nicht was mich bei “Roche & Böhmermann” erwarten würde. Ich schaute mir ein paar Youtubevideos an und war danach extrem neugierig. Ein Glück gibt es so etwas feines wie die ZDF Mediathek, in welcher ich mir auch gleich ein paar Folgen anguckte. Meine Lieblingsfolge ist übrigens die vom 11.11.12, welche ich euch sehr ans Herz legen kann und ich mir sicher auch ein zweites Mal ansehen werde!

Eigentlich ist die gesamte Sendung sehr ironisch und kennt relativ wenig Grenzen. Es wird selten ein Blatt vor der Mund genommen und selten etwas “weggepiepst”, auch wenn es direkt in der Show einen Knopf dafür gibt.
Eine Klage haben sie auch schon am Hals, jedoch wurde das anscheinend sehr gut aufgenommen, da gleich mal ein Mitglied der Verbandes, welcher die Klage einreichte, in die Sendung eingeladen wurde.
Auch sonst sind Roche & Böhmermann bekannt für “schlechte Recherche”, wie sie selbst in jeder Folge mindestens 300x betonen. Weiterhin können beide sehr gut über den jeweils anderen lachen.

Nun denn: Auch wenn “Roche & Böhmermann” genau der Szene, welche mich davon abhielt mich mit Talkshows auseinanderzusetzen, entspricht, schaue ich es doch liebend gerne. Ich habe eine Talkshow gefunden, welche mir gefällt und vielleicht werde ich mich jetzt auch genauer mit anderen Talkshows befassen und beschäftigen, und kann dadurch meine Vorurteile beseitigen.
Oder auch nicht.