They see me rollin’ – Part 2: Was ich mich frage…

Was ich mich frage: Muss man sich denn immer entscheiden?
Kann ich denn nicht heute Abend weggehen und morgen trotzdem produktiv sein? Kann ich nicht Callejon lieben aber auch Flatbush Zombies hören? Kann ich nicht 2 verschiedene Eiskugeln statt nur einer nehmen? Kann ich nicht sowohl ernst als auch ironisch in einem Absatz sein? Kann ich nicht in meiner Freizeit begeistert Longboard fahren und mich in Röcken trotzdem noch wohler fühlen, als in Jeans? Kann ich nicht ein Liebhaber von einer anständigen Wortwahl sein und mir dennoch mal ein “Halts Maul” erlauben?
Aber was mich am meisten beschäftigt: Kann man denn nicht elegant und feminin, aber auch der anderen Seite auch sportlich und lässig sein?
Muss ich mich wirklich für eine Sache entscheiden, oder treffen andere Leute diese Entscheidung in ihren Köpfen für sich selbst und sehen mich einfach so, wie sie es wollen?

Ich möchte mich nicht entscheiden.
Ich liebe Gossip Girl. Ich liebe Blair Waldorf, Audrey Hepburn, Kleider, Röcke, Agent Provocateur, High Heels, bin Dita Von Teese Fan und gehe lieber ins Theater als auf eine Party.
Ich liebe aber auch Nikes, viel zu laut lachen, “Hipsterzeug”, Mädchen mit Caps, mit männlichen Freunden Schwachsinn zu reden, im Le Beast Pullover vor dem PC sitzen und bei dem Versuch, Prinz Pi Texte zu rappen, kläglich scheitern.
Widerspricht sich das? Ist nicht beides vereinbar und möglich?
Ich will mich nicht festlegen, um jemand zu sein, der perfekt in eine Schublade passt, weil ich dafür einfach zu breit gefächerte Interessen habe.
Nur weil ich finde, dass einer Frau am besten ihre Klasse steht, heißt es nicht, dass ich es nicht total genieße mit männlichen Freunden rumzusitzen und schlechte Witze zu machen.
Ich möchte mich nicht zu irgendwas zwingen, damit andere einen bestimmten Eindruck von mir haben.

Ich möchte Longboard fahren und meine Sportschuhe tragen, aber Abends trotzdem in Rock und mit roten Lippen das Haus verlassen.
Meine aufkeimende Liebe zum Longboardfahren ist für mich persönlich etwas ganz neues, da ich es noch vor 4 Monaten nie von mir gedacht hätte, dass ich das wirklich mal machen würde. Daher stelle ich mir gerade viele Fragen wie: Was ist dir wichtig und worauf legst du Wert? Wo stehst du in einem halben Jahr und was wird dir wichtig sein?
Es ist kein Geheimnis, dass ich Eleganz und gutes Benehmen sehr wichtig finde. Doch kann man denn nicht auch in Nikes elegant sein?
Dass ich mir diese Gedanken mache, liegt nur daran, dass ich mich persönlich in Schubladen stecke. Das Schubladendenken, welches ich so sehr verabscheue und niemals bei anderen Leute tun werde, da ich darauf hoffe, dass sie mich nicht in eine stecken.
Ich bin bei mir selbst aber umso kritischer und analysiere jede meine Verhaltensweisen aufs Genauste. Sobald ich mich verändere oder Veränderungen wahrnehme frage ich mich, ob das richtig ist, woher es kommt und ob Vergangenheitsemilie das in Ordnung finden würde.

Ich frage mich, ob ich nicht die sportliche “they see me rollin’” Reihe machen kann, aber nächste Woche wieder davon erzählen kann, wie ich das “spießige” Picknick, bei welchem ich mein Lieblingskleid tragen werde, genosssen habe.
Ich möchte mich nicht entschieden, weil ich keine Zeit dafür habe. Ich will einfach das genießen, woran ich Spaß habe und mir nicht ständig Gedanken machen müssen.
Ich veränder mich zu schnell, als dass ich überlegen möchte, was wie woran liegt und ob es in Ordnung ist, dass sich mein Geschmack und meine Interesseren sich verändern. Und auch jetzt verändere ich mich wieder. In den letzten 2 Monaten habe ich mich zwei mal quasi um mich selbst gedreht, was vielleicht nicht für alle in meinem Umfeld bemerkt haben, aber für viele Personen die mir nahe stehen und mich sehr zu spüren war. Deswegen enttäuschen mich auch manche Dinge, die ich vielleicht erst vor 2 Wochen tat, da ich es jetzt komplett anders machen würde und komplett anders darüber denke.
Solche Veränderungen können am Umfeld liegen, sind bei mir persönlich aber meistens Folgen von Stress und zu wenig Zeit. Zu wenig Zeit, mal über sich selbst nachzudenken und sich darüber Gedanken zu machen, wo die Prioritäten für einen liegen.

Ich hatte zu wenig Zeit mich zu fragen, wer ich überhaupt bin. Und habe mir zu viele Gedanken und Sorgen gemacht, da ich mir nicht die Zeit nahm mal darüber nachzudenken, ob ich meine verschiedenen Interessen vereinbaren kann.
Und ja, man kann es verbinden. Man kann sportlich und elegant sein. Feminin und lässig. Aber erst, wenn man sich darüber klar geworden ist, dass dies keine Gegensätze sind, sondern wundervolle Kombinationen, die einen Menschen einfach interessant machen und dass es in Ordnung ist, auch mal Geschmacksverirrungen zu haben, sich zu irren oder mal daneben zu benehmen. Das gehört dazu, man lernt daraus und einem wird wieder klar, was man eigentlich für sich selbst möchte.

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4 Thoughts on “They see me rollin’ – Part 2: Was ich mich frage…

  1. xx on 23/04/2013 at 4:42 pm said:

    ps: ja, ich scheiße auf grammatik :)

  2. xx on 23/04/2013 at 4:41 pm said:

    ich kann kim nur zustimmen,
    meine güte ‘emilie gold’, reiß dich mal zusammen. du bist irgendein pubatäres 15 -(oder 16, was auch immer) jähriges mädchen, NATÜRLICH verändert sich dein geschmack und charakter ständig. so ist das in der pubertät nunmal und auch wenn man älter ist. du machst dir ständig viel zu viele gedanken über unnötiges zeug, anstatt einfach mal du selbst zu sein. außerdem wer bitte sagt, dass röcke&chic sich mit coolness&longboards widerspricht?! eben, keiner! du musst keinen verfickten stereotypen entsprechen, die dir die medien beibringen. nicht nur eine ‘kaylee’ ist voll cool und skatet. ich kenne keinen einzigen menschen, der nur EINEM klischee vollkommen entspricht. wir menschen sind keine einseitigen serien-charaktere, gott verdammt, ich kann die scheiße nicht lesen, die du da schreibst, aber andererseits, bist du nur ‘n kind, solche gedanken hab ich mir in deinem alter auch gemacht. lange rede, kurzer sinn: mach, was dir verdammt nochmal gefällt und hör auf, ständig darüber nachzudenken, das ist doch krank… zieh dein ding durch, was auch immer es im endeffekt sein soll!

    • Emilie on 23/04/2013 at 4:52 pm said:

      Hey xx!
      Du hast natürlich völlig Recht, dass ich mir sehr viele Gedanken mache! der Text entstand im Laufe der letzten 1/2 Wochen und über manche Dinge, die darin erwähnt werden, mache ich mir mittlerweile schon keine Gedanken mehr, da sie für mich alltäglich oder belanglos geworden sind. (Im letzten Absatz noch mal nachzulesen)
      Das mit den Klischees hast du vielleicht ein wenig falsch verstanden. Andere Menschen ordne ich weder in Schubladen noch stempel ich sie ab. Jedenfalls gebe ich mir größte Mühe, es nicht zu tun. Der einzige Mensch, bei dem ich das mache, bin ironischerweise ich selbst.
      Daran, dass das Ganze in Verbindung mit der Pubertät steht, habe ich keine Zweifel ;)

  3. Also, ich glaube du machst dir einfach zu viele Gedanken. Über alles.
    Mach einfach dein Ding. Ist doch eigentlich völlig egal was andere im Endeffekt denken.
    Ich fahre nun schon sehr lange Longboard und darf mir sehr oft von irgendwelchen “Skatern” anhören wie scheisse doch Longboards sind, was für eine dämliche Modeerscheinung das doch ist und bla blergh #FuckLongboards.
    Nicht alle Skater sind so, ich kenne viele die genau anders denken, aber es gibt eben auch die #TeamFuckLongboards. Und da muss man eben einfach drüber stehen.
    Mach dein Ding, nicht lange drüber nachdenken, dein Ziel ist Spass haben nehme ich an, also hab Spass. So einfach kann sein :)

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